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Computerclub in Berlin

Am 12. Oktober unternahm der Computerclub seine erste Studienfahrt. Start war um 7 Uhr am Westpoint mit dem Bus in Richtung Berlin.

In der Raststätte Helmstedt wurde eine kurze Frühstückspause eingelegt, anschließend hatte wir Gelegenheit die Gedenkstätte „Deutsche Teilung" in Marienborn zu besichtigen.

Die 1972 - 1974 errichtete neue Grenzübergangsstelle Marienborn war mit über 1000 Bediensteten der bedeutendste Grenzübergang an der innerdeutschen Grenze. Hier wurden die Reisenden, ihre Fahrzeuge und die transportierten Güter, fast lückenlos kontrolliert. Ein weit in das Hinterland reichendes Überwachungssystem verhinderte im Zusammenspiel mit den hier zu sehenden Sperranlagen jeden Fluchtversuch für DDR-Bürger.

Der eine erinnerte sich an endlose Wartezeiten und so manche Schikane, und wer nie in oder durch die DDR gefahren war schaute sich bedrückt und fassungslos das ehemalige innerdeutsche Bollwerk an.

Berlin empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und so ging es frohgelaunt in das Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg, welches einen umfassenden Überblick sämtlicher Bereiche der Technik, mit vielen Exponaten in Originalgröße bietet.

Ein „Pflichtbesuch" der Ausstellung Informatik war für die Clubmitglieder selbstverständlich. Hier steht ein Nachbau des ersten deutschen Rechners von Konrad Zuse, der sogenannte Z1.

Der Rechner Z1 gilt als der erste frei programmierbare Rechner der Welt. Der in den Jahren 1936-1938 - entstandener Rechner Z1 wurde ein Opfer der Bomben des 2. Weltkrieges und mit ihm sämtliche Konstruktionsunterlagen. Im Jahr 1986 entschloss sich Konrad Zuse, den Rechner Z1 nachzubauen. Der Rechner Z1 enthält alle Bausteine eines modernen Computers, wie z.B. Leitwerk, Programmsteuerung, Speicher, Mikrosequenzen, Gleitkommaarithmetik.

Nach dem Abendessen ging es in das Sony-Center wo wir uns im IMAX-Kino einen Film über Unterwasserwelten in 3D ansahen. Man fühlte sich zwischen Fischen und Korallen und es fehlte nur noch eine Taucherausrüstung um den Eindruck zu haben man schwimmt im Wasser. Das war schon sehr beeindruckend.

IMAX ist ein von der gleichnamigen Firma entwickeltes Kino-System. Es verwendet das größte Filmformat weltweit. Die sich daraus ergebende hohe Auflösung von 40 bis 640 Millionen Bildpunkten ermöglicht Leinwandflächen von 500 m² und mehr in ausgezeichneter Bildqualität. Dadurch tritt der so genannte Vektions-Effekt auf: die Zuschauer fühlen sich, als wären sie Akteure des Films. Das Wort „IMAX" entstand aus den Worten „Images maximum", was zu Deutsch in etwa „größtmögliche Bilder" heißt. Technisch wird das IMAX-System durch die Verwendung von horizontal geführten 70mm-Film realisiert.

Anschließend konnten wir noch ein wenig Berliner Nachtluft schnuppern.

Am Samstag wurde der Reichstag besichtigt, wo wir nach einem Vortrag über Geschichte, Architektur und Parlamentsgepflogenheiten die Gelegenheit hatten die imposante Glaskuppel zu besteigen.

Anschließend hatte noch jeder die Möglichkeit seinen eigenen Interessen nachzugehen. So besichtigten einige das Holokaustdenkmal, andere gingen zum Shopping und so mancher genoss bei Kaffee und Kuchen die Sonne in der Straße Unter den Linden.

Um 20 Uhr wieder in Sulingen angekommen endete unsere interessante aber auch anstrengende Studienfahrt, die von unserem 1. Vorsitzenden Matthias Wendland hervorragend organisiert war.

 

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